Auf ein gutes neues Jahr 2016.

Liebe Gartenfreund*innen,

„Öfter auch mal `nen Blogbeitrag schreiben!“ gehört zu den guten Vorsätzen, die fürs neue Jahr anstehen. Leicht dahingesagt Anfang Januar, mitten im Winter, nach erholsamem Weihnachtsurlaub und zu einer Zeit, wo draußen im Garten also wirklich so gut wie nix zu tun ist. Aber egal. Hier ein paar (unsortierte und ganz subjektive) Gedanken, das hinter uns liegende erste Jahr im „Garten der Hoffnung/bustan-ul-amal“ betreffend …

Wir hatten – auch dank Eurer vielfältigen Hilfe und Unterstützung, für die wir Euch von Herzen danken – eine wunderbare erste Saison.
Ein Mix aus Geplantem und Spontanem, Erwartetem und Überraschendem, Lust und Frust.
Alles in allem eine ganz gut ausbalancierte Sache. Und das, obwohl fast alle von uns am Anfang noch keinerlei Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hatten.

Unsere Intention „Einfach anfangen – was machen“ hat sich in allem bewährt.
Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt aus dem Heim, aus der Nachbarschaft, aus anderen Gärten und und und …
Wir haben eine Menge über uns selbst erfahren.

Preise bei den Wettbewerben „Respekt gewinnt“ des Berliner Ratschlags für Demokratie und „Urbane Paradiese“ der Grünen Liga Berlin sind ein toller Ansporn.
Ab Frühjahr 2016 können wir für Kinder von 9 – 14 J. aus dem Heim und aus der Nachbarschaft endlich qualifizierte naturerlebnispädagogische Freizeiterlebnisse anbieten (Kooperation mit Sylvester e.V.) – gefördert von der Kreuzberger Kinderstiftung.
Die Organisatoren des Berliner „Langen Tags der Stadtnatur“ haben heute angefragt, ob wir uns 2016 nicht beteiligen wollen …

Über den Herbst/Winter lassen wir unsere Nachbarschafts-Nähwerkstatt laufen (Kooperation mit offensiv 91 e.V.). Dafür haben wir Nähmaschinen, Zubehör und jede Menge Stoffe gespendet bekommen. Jetzt ist grade noch Neujahrspause. Aber ab nächster Woche geht`s weiter.

Mit all den Eindrücken und Erfahrungen des ersten Jahres planen wir nun das zweite. Und es wird sicher wieder nicht einfach werden, alles, was wir machen WOLLEN auch machen zu KÖNNEN (Ehrenamt ist `ne feine Sache und wird gelobt und gepriesen, aber nebenbei haben wir ja alle auch Jobs und Familie).

Außerdem sind viele unserer Freund*innen aus dem Heim, mit denen wir 2015 gebaut, geplanzt und gefeiert haben, inzwischen nicht mehr dort. Im besten Fall haben sie inzwischen eigene Wohnungen, lernen Deutsch, arbeiten oder studieren, im schlechten Fall sind sie über Nacht abgeschoben worden.

Interessant ist aber auch, dass zahlreiche ehemalige Heimbewohner*innen immer noch in die Unterkunft kommen, sich Rat abholen bzw. neu Angekommenen  selbst Rat und Hilfe geben, Freund*innen besuchen oder einfach mal so zum gemeinsamen Kaffeetrinken vorbeischauen.

Die hochengagierte Heimleitung hat – das muss wirklich mal gesagt werden – eine Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens geschaffen, das ihresgleichen sucht. Da können sich viele andere Heimbetreiber aber so was von eine Scheibe abschneiden. Auch daher ist es für uns besonders wohltuend, das Gartenprojekt an genau dieser Unterkunft zu realisieren. Helfer*innen, die ähnliches in anderen Berliner Unterkünften aufbauen möchten, bekommen schon mal zu hören „Das ist doch hier nicht Disneyland, wir sind doch kein Wohlfühlhotel.“

Mit geht noch so vieles durch den Kopf, das auch ins Resümee müsste, aber ich höre jetzt auf.

Vielleicht werft Ihr ja noch einen Blick in unser Jahresrückblicks-Video. Bilder sagen ja mehr als tausend Worte.

Auf ein gutes Neues.

Petra
07. Januar 2016

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Die Geburtsstunde des Gartens

Liebe “Geburts-“ Helferinnen und Helfer des “Gartens der Hoffnung”,
für mich war es absolut schön, am 21. März 2015 bei unserem ersten Bau-Aktionstag das hingebungsvolle Zusammenwirken aller vor und in der Geburtsstunde unseres Gartens zu erleben.
Alle Hindernisse bewältigten wir erfolgreich und nun können wir ein gemeinsames wundervolles Produkt bestaunen, welches mit etwas Liebe und Hilfe in der wöchentlich stattfindenden Garten-AG jeweils Freitag 15.00 Uhrweiter wachsen, gedeihen und den Beteiligten, sowie all denen, die es sehen, sicher viel Freude bringen wird.
Was mir am meisten gefallen hat ist, dass mit den Bewohnenden und auch zwischen uns viel Vertrauen gesät wurde.
Besonders danken möchte ich dem Team der Security, welches alle unsere Aktionen hilfreich, geduldig, freundlich, verständnisvoll und unaufdringlich wachsam begleitete.
Der Segen des Himmels floss zum Schluss in Form von (Schnee-)Regen reichlich und zwang alle, schleunigst ein warmes Dach über dem Kopf aufzusuchen.
Möge dieser Segen uns weiterhin, jedoch bitte in Form von Sonnenschein, und wenn auch nur im Herzen, begleiten.
Eure Gemeinschaftsgärtnerin
Gitti

Einladung zum Bau-Aktionstag am 21.März 2015 14.30 – 17.30 Uhr

Einladung
Zum Bau-Aktionstag für den
Garten der Hoffnung / bustan-ul-amal
Ort: Alfred-Randt-Str. 19 in 12559 Berlin
Zeit: 14.30 – 17.30 Uhr

Gemeinsam mit NachbarInnen, BewohnerInnen, Beschäftigten und FreundInnen der neu errichteten Gemeinschafts-Unterkunft für Flüchtlinge im Köpenicker Allendeviertel II sollen die Außen- und Freiflächen des Containerdorfs durch ökologisch wertvolle Elemente eines „essbaren“ Nutzgartens ergänzt werden. Geschaffen werden soll dort ein integrativer und produktiver Ort der Begegnung und des kreativen Tätigseins, der den nachbarschaftlichen Austausch im Wohngebiet unterstützt.
Geplant ist der Bau von zwei Hochbeeten/Pflanzkästen,
die Positionierung und Befüllung von zwei hohlen Baumstämmen als Kräutersäule,
sowie deren Bepflanzung.
Außerdem möchten wir zwei Pfirsichbäume und vier Beerensträucher und einige Stauden/Blumen pflanzen und darum herum einen lebendigen Zaun aus Weidenzweigen errichten, damit die Fläche auch von Kindern als unzugänglich respektiert wird.
Für alle Fleißigen wird es anschließend Verpflegung bei einem Lagerfeuer auf dem Gelände der Bude geben.
Falls Ihr noch weitere Vorschläge oder Fragen habt, kommt bitte zum Planungstreffen, welches am Donnerstag, den 19.März um 16.30 Uhr in der Bude, Alfred-Randt-Straße 60, 12559 Berlin stattfindet.
Oder kontaktiert uns unter

Webseite: http://www.garten-der-hoffnung.net

e-mail: kontakt@garten-der-hoffnung.net

Eure Gitti und Petra

Schritt für Schritt

Die Idee für einen Garten der Hoffnung existiert und wartet darauf, gemeinsam weiterentwickelt zu werden.

Interessierte Menschen finden sich zusammen. Schön wäre, wenn es noch mehr werden.

Auf unser erstes gemeinsames Treffen am Donnerstag, den 5.März 16.30 Uhr in der Bude bin ich sehr gespannt.

Was gibt es für neue Ideen zum Projekt? Was werden wir berücksichtigen müssen?

Die Bude ist ganz in der Nähe des Üergangswohnheims und vielleicht schaffen wir es im Anschluss an das Treffen gemeinsam zum Heim rüberzugehen.

Ist dies draußen schon der Frühling?           Wie werden wir zusammen-wachsen?

Was wird wachsen?                  Ich hoffe sehr viel Schönes.